Abendvorträge 2021

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27. Mai 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich III
ARCHÄOLOGIE UND HANDWERK AN DER BURG LINAU IM KREIS HERZOGTUM LAUENBURG

Referent: Eicke Siegloff, Dipl.-Prähist., Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein Schleswig

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Im Süden und Osten Schleswig-Holsteins ist sie als „Raubritterburg von Linau“ bekannt. Im 14. Jahrhundert überfielen von hier aus die Ritter von Scharpenberg die mit wertvollen Waren beladenen Wagen, die auf der Landstraße von Hamburg nach Lübeck - oder umgekehrt - unterwegs waren, und forderten „Wegezoll“. Auch Händler und andere Reisende waren an der Passage durch das feuchte Niederungsgebiet der Bille-Quelle vor Nachstellungen nicht sicher. In den Annalen steht, dass sich die Scharpenbergs am 23. September 1349 dann doch dem gemeinsamen 2.500 Mann starken Söldnerheer aus Hamburg, Lübeck und Holstein ergeben mussten. Der Wehrturm und die bis zu zwei Meter dicken Außenmauern der Burganlage wurden abgebrochen. Die Turmhügelburg zerfiel, wurde 1980 aber unter Denkmalschutz gestellt.
Der Verein zur Erhaltung der Ruine „Linowe“, das Bundesamt für Kultur und Medien, die Gemeinde Linau und die Aktivregion Nord zapften die Spendentöpfe an. Als die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 2013 fehlende Mittel in Höhe von 100.00 Euro zur Sicherung der Fundamente und für die Errichtung eines Schutzmauerwerks zur Verfügung stellte, kam Bewegung in die Sache. Das Archäologische Landesamt in Schleswig suchte nach Möglichkeiten, die Burganlage aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Der Diplom-Prähistoriker Eicke Siegloff, Abteilungsleiter des Archäologischen Landesamtes für Denkmalschutz, übernahm die Koordination der Ausgrabung.
Die Überraschung war groß, als man in der auf drei Hügelkuppen erbauten Burganlage einen Ziegelbrennofen entdeckte, der noch vor 150 bis 200 Jahren in Betrieb gewesen sein muss.

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