Abendvorträge 2022

Es werden 26 Termine im Zeitraum vom 03.12.2022 bis 02.12.2023 angezeigt.
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Dezember Seitenanfang

6. Dezember 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Kulturerbe von Sternwarten

Referent: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt, Geschichte der Naturwissenschaften, Universität Hamburg

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Abstract folgt

6. Dezember 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
KULTURERBE VON STERNWARTEN

Referent: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt, Geschichte der Naturwissenschaften, Universität Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H🗺️

Auf der UNESCO Weltkulturerbeliste sind die Gebäude der Wissenschaft noch unterrepräsentiert. Die Diskussion über ``Astronomy and World Heritage'' (Astronomie und Weltkulturerbe) begann im Oktober 2008, um eine Beziehung zwischen Wissenschaft und Kultur zu schaffen und um das Bewusstsein für die kulturelle Bedeutung astronomischer Anlagen zu heben. Seit 2009 gibt es eine Kooperation zwischen der International Astronomical Union (IAU) und der Unesco. Die kulturellen Implikationen von Astronomie sind bemerkenswert; als Beispiele möchte ich -- abgesehen von Sternwarten -- hinweisen auf barocke Gemälde oder Fresken in Schlössern und Kirchen, Sonnenuhren in Klöstern und Städten und ferner astronomische Uhren mit vielen Details des christlichen Kalenders -- wie hier bei der bekannten Prager astronomischen Uhr -- schließlich Meridianlinien in Kirchen. - Nach einer Einleitung über archäoastronomische Bauwerke und das Kulturerbe in Mittelalter und Renaissance sollen im wesentlichen die abendländischen Sternwarten betrachtet werden mit ihren bemerkenswerten Gebäuden und astronomischen Instrumenten, beginnend mit Tycho Brahes Observatorien, dann berühmte Barock-Observatorien wie Hevelius in Danzig, Eimmart in Nürnberg, sowie Paris und Greenwich. Ab etwa 1800, im Klassizismus, beginnen die "modernen" Sternwarten mit der Orientierung der Gebäude nach den Himmelsrichtungen (Kreuzform wie Athen oder Quito), der Erfindung der Kuppel und der festen Fundamentierung der Instrumente. Für das 19. Jahrhundert prägend war das Observatorium Pulkowa, St. Petersburg, mit seiner charakteristischen 3-Kuppel-Fassade (1839). - Einen wichtigen Umbruch, der mit einem Wechsel "Von der klassischen Astronomie zur modernen Astrophysik" einhergeht, gab es um 1900 mit der Einführung von einzelnen Kuppeln und Pavillons in einer Parkanlage und der Trennung von den heizbaren Arbeits- und Wohngebäuden. Zu den wichtigen Beispielen zählen die Sternwarten Hamburg, La Plata/Argentinien, Kazan/Russland und Lembang/Indonesien. Wichtige Kriterien für den "Outstanding Universal Value" (OUV) der UNESCO sind Authentizität und Integrität. Die repräsentativer Architektur, der Erhaltungszustand, die Sternwarten als wissenschafts- und technikgeschichtliche Kulturdenkmale von "aussergewöhnlichem universellem Wert", sind wichtige Voraussetzungen für die Bewerbung um das UNESCO-Weltkulturerbe.


Januar Seitenanfang

10. Januar 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
DIE REPUBLIKANISCHE SPRACHVERWIRRUNG

Referent: Dr. Werner Budesheim, Germanist

Wentorf b.H., Hauptstaße 18 d (Angerhof)🗺️

Fast täglich kann man über Zeitungen, Internet und Fernsehen „Regeln“ aus anonymen Quellen vernehmen, was man alles nicht mehr sagen oder schreiben darf. „Negeküsse“ gibt es schon lange nicht mehr. Auch der Sarotti-Mohr ist verschwunden. Knorr und Maggi verbannten die „Zigeunersoße“. Und jetzt ist auch noch die „Pizza Hawaii“ „verboten“. Indianer darf es nicht mehr geben. Sie gehören nun zu der amorphen Gruppe der „Indigenen“. Einem Irokesen oder Apachen dürfte es wohl egal sein, ob er bei Karl May als Indianer bezeichnet wird. Es ist dann nur noch eine Frage, wann man Mays Bücher verbrennt.
Der richtige Gebrauch des Genetivs wird von vielen Journalisten nicht mehr beherrscht. Das Wort „Mannschaft“ ist verpönt, weil man es inhaltlich nicht mehr versteht. Statt seiner liest man dann „Team“ oder „Crew“. In den Rathäusern möchte man „korrekt“ sein und verhaspelt sich ständig beim Gendern. Dann das Überfüllen der deutschen Sprache mit Anglismen und Denglisch, was vor allem aus der Reklamewelt kommt ...
Es soll in dem Vortrag kurz auf die historische Entwicklung der deutschen Sprache eingegangen werden und die Ereignisse, die viele Veränderungen und sprachliche Mode-Erscheinungen auslösten. Anhand von Beispielen werden Probleme aufgezeigt.

19. Januar 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich IV
„Die Zeit ist allzu sehr aus den Fugen“ _Victor Klemperer_: 1923 – Deutschland am Abgrund

Referent: Dr. Stefan Vöhringer, Politologe und Kunsthistoriker, Kiel

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Im fünften Jahr ihres Bestehens taumelte die junge Weimarer Republik von Krise zu Krise: 1923 marschierten französische und belgische Truppen in Deutschland ein und besetzen das Ruhrgebiet, eine ins unvorstellbare gestiegene Hyperinflation ließ Menschen über Nacht verarmen, andere machte sie reich und von München aus versuchten Hitler und die Nationalsozialisten den Sturm auf die Republik. Fast absurd: Gleichzeitig erblühte das Kulturleben und die sogenannten Goldenen Zwanziger Jahre nahmen ihren Anfang.

In seinen Erinnerungen, niedergeschrieben im englischen Exil, stellte der Journalist Sebastian Hafner 1939 fest: „Kein Volk der Welt hat das erlebt, was dem 1923-Erlebnis der Deutschen entspricht“ und der Schriftsteller Stefan Zweig schrieb, ebenfalls aus dem Exil zurückblickend, über die Ereignisse des Jahres 1923 in Deutschland: „Noch nie hat die Geschichte eine solche Tollhauszeit in ähnlichen Proportionen produziert.“

Der Vortrag erzählte die Ereignisse eines turbulenten Jahres, das Deutschland am Abgrund entlang wanken sah, und stellt die Frage, inwieweit sich die Geschehnisse vor 100 Jahren in das kollektive Bewusstsein der Deutschen eingebrannt haben und die Mentalität der deutschen Bevölkerung bis heute prägen.



Februar Seitenanfang

7. Februar 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
DER PHYSIKNOBELPREIS 2022

Referent: Prof. Dr. Thomas Schramm, HafenCity Universität Hamburg - Studiengang Geodäsie und Geoinformatik

Wentorf b.H., Hauptstaße 18 d _Angerhof_🗺️

Der Physiknobelpreis 2022 wurde an den Franzosen Alain Aspect, den US-Amerikaner John Clauser und den Österreicher Anton Zeilinger für ihre bahnbrechenden Arbeiten und Experimente zu verschränkten Quantenteilchen vergeben. Damit wurde eine irritierende Eigenschaft der Quantenmechanik, die Einstein noch „spukhafte Fernwirkung“ nannte, in den Bereich des Mess- und Anwendbaren verschoben. Dieser Effekt liefert die Grundlage für revolutionäre Technologien wie der Quantenkryptographie oder der Quantencomputer. Wir folgen der Historie der Erforschung dieses Effekts und versuchen die Grundlagen verständlich darzustellen. So einfach wie möglich, aber um ebenfalls Einstein zu zitieren, nicht einfacher.

14. Februar 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VII
ZWISCHEN KULTURELLER ANEIGNUNG UND CANCEL KULTUR: DIE WINNETOU-DEBATTE

Referent: Prof. Dr. Maria Moss; Leuphana Universität Lüneburg

Hotel Bellevue, Blumenstraße 29,21481 Lauenburg 🗺️

Schon seit einigen Jahren wird darüber debattiert, wie man sich heutzutage zu der Karl May-Figur Winnetou und der Darstellung US-amerikanischer Indianer positionieren soll. Als im Herbst 2022 begleitend zu dem Film „Der junge Häuptling Winnetou“ zwei Kinderbücher im Ravensburger Verlag mit demselben Titel erschienen, wurden diese nach Rassismus-Vorwürfen und Kritik in den sozialen Medien kurz darauf aus dem Programm genommen.
Der Vortrag wird zeigen, woher diese Vorwürfe stammen und warum eine so hektische Reaktion erfolgte. Unter anderem sollen folgende Fragen beleuchtet werden: Inwieweit ist diese Entscheidung auch eine Entscheidung über ein kulturelles Erbe_ Und: Inwieweit wird der mündige Leser durch eine derartige Entscheidung entmündigt_

15. Februar 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VI
Gefährdung und Schutz der biologischen Vielfalt

Referent: Dipl.Biol. Thomas Behrends, Hamburg

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D. 🗺️


Im Jahr 2017 erschütterte die „Krefeld-Studie“ über das Verschwinden von mehr als ¾ unserer Insektenarten unter dem Schlagwort des „Insektensterbens“ die Öffentlichkeit, für Fachleute eine ungewöhnliche Situation, war doch das Aussterben von Insektenarten ein Prozess, der bereits seit langem bekannt war und der in den Roten Listen immer wieder mahnend angemerkt wurde.
Die Zerstörung der Natur, seit Jahrzehnten immer wieder von Naturschützern angeprangert, fand jedoch erst mit dem Erscheinen der „Krefeld-Studie“ einen breiteren Widerhall in der Öffentlichkeit. Wie viele naturschutzpolitische Antworten verantwortlicher Umweltministerien hatten bis dahin die Ermahnungen bezüglich des Artensterbens nur eine sehr begrenzte Wirkung entfaltet!
Das Verschwinden von Insekten und anderen Tier- und Pflanzenarten in der Landschaft hielt und hält auch heute noch unvermindert an. Seit Herbst 2021 hat jedoch z.B. die schleswig-holsteinische Landesregierung eine Biodiversitätsstrategie verabschiedet, die sich am Schutz der Natur ausrichten und die biologische Vielfalt im Land erhalten und fördern soll.
Der Vortrag zeigt an Beispielen die Situation von bedrohten Tier- und Pflanzenarten auf und wie es gelingen kann, speziell die vielen selten gewordenen Insektenarten vor dem endgültigen Verschwinden zu bewahren. Bieten diese Anstrengungen und Möglichkeiten der Biodiversitäts-strategie einen Ansatz, um eine wirksame Veränderung zu erreichen?

N

23. Februar 2023 - 23. März 2023 📅 📤
Fachbereich VIII
Copernicus und das heliozentrische Weltbild - zum 550.Geburtstag von Nicolaus Copernicus _19l Feb. 1473 - 24. Mai 1543_

Referent: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt, Geschiche der Naturwissenschaften, Universität Hamburg

Wentorf b.H., Hauptstaße 18 d _Angerhof_🗺️

Nikolaus Copernicus _19. Februar 1473 - 24. Mai 1543_, geb. in Thorn, Studium in Krakau und Italien, war äußerst vielseitig: Mediziner, Jurist, Theologe, Ökonom, aber heute ist er am bekanntesten als Astronom. Sein Werk __De Revolutionibus Orbium Coelestium__ _1543_ markiert den entscheidenden Wendepunkt in unserer Vorstellung vom Kosmos. Hier beschrieb er erstmals das heliozentrische Weltbild mit der Sonne im Zentrum, wobei sich die Erde täglich um ihre eigene Achse dreht und zudem jährlich die Sonne umkreist. Antike und Mittelalter dagegen hatten die Erde im Zentrum des Universums gesehen. Der Wandel des Weltbildes, der Übergang von der geozentrischen Vorstellung bis zur Rezeption der neuen heliozentrischen Weltsicht, dauerte sehr lange. Als Ausblick sollen Tycho Brahe _Tychonisches Weltbild_, Galileo Galilei _Teleskop_, Johannes Kepler ___Neue Astronomie__, 1609_ und schließlich Isaac Newton _Entdeckung der Schwerkraft, 1687_ erwähnt werden. Damit war die Copernicanische Revolution im 18. Jahrhundert abgeschlossen; bewiesen werden konnte sie erst im 19. Jahrhundert.


März Seitenanfang

23. März 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Aufbau und Funktion astronomischer Uhren: Die astronomischen Uhren in der Rostocker Marienkirche und der St. Nikolai-Kirche in Stralsund.

Referent: Prof. Dr. Jürgen Schmitt, Hamburger Stermwarte

Wentorf b.H., Hauptstaße 18 d, Angerhof🗺️

Astronomische Uhren sind Meisterwerke der Ingenieur- und Handwerkskunst. Sie zeugen von einem tieferen Verständnis der Abläufe am Himmel und gehören zu den bedeutendsten technischen Entwicklungen, die im Spätmittelalter in Europa entstanden. Zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert wurden Dutzende astronomischer Uhren in Europa erbaut, wir finden sie in den Domen vieler Hansestädte, wie z.B. inStralsund und Rostock. Die Rostocker Uhr ist eine der wenigen Uhren, die sich noch fast im Originalzustand erhalten und funktionsfähig ist. Aufbau, Funktion sowie
astronomische Grundlagen dieser technischen Meisterwerke werden im
Vortrag in Wort und Bild nahegebracht.

30. März 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich V
„ EINMAL HIN; EINMAL HER“: TRANSATLANTISCHE AUS- UND EINWANDERUNG VON UND NACH MECKLENBRG UND VORPOMMERN - FALLBEISPIELE

Referent: Dr. rer. nat. Angelika Halama, Historischer Geograph, Buxtehude

Krügersches Haus, Bergedorfer Str. 28, Geesthacht🗺️

Johannes Gillhoff setzte mit seinem Briefroman „Jürnjakob Swehn der Amerikafahrer“ dem mecklenburgischen Landarbeiter, der in den USA ein besseres Leben als selbständiger Bauer sucht, ein Denkmal. Doch nicht nur Kossäten und Handwerker wollten durch die Auswanderung nach Nord-, Mittel- und Südamerika für sich und ihre Familien die Lebensverhältnisse verbessern, auch aus der Schicht der Adligen, der Gutsbesitzer und –pächter machten sich Söhne und Familien auf den Weg über den Atlantik in die Länder der unbegrenzten Möglichkeiten. Umgekehrt war die Einwanderung nach Mecklenburg und Vorpommern weiblich und fand nur in der Oberschicht und durch Eheschließung statt. Hier ist auch interessant, wie die Ehepartner einander kennen lernten.


April Seitenanfang

5. April 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VI
Vom Kleingarten zum Skyfarming - Zur Gewschichte des Gärtnerns

Referent: Dr. Karen Meyer-Rebentisch, Lübeck

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D.🗺️

In dem Vortrag wird die Geschichte des Gärtnerns in der Stadt durch die Jahrhunderte hindurch bis hin zum aktuellen Urban und Guerilla Gardening vorgestellt. Die Referentin, Dr. Karen Meyer-Rebentisch, ist Kulturwissenschaftlerin und Autorin und stellt Bestrebungen vor, wie Kommunen z.B. durch Begrünungen oder durch neue Allmenden und Obstwiesen für alle lebens- und liebenswerter gemacht werden. Neuartige Skyfarming- und Aquafarming-Projekte dienen in Symbiose mit städtischen Produktions- und Wohnformen als gemeinsame Begegnungs- und Erholungsorte dem Anbau von essbaren Pflanzen.


Mai Seitenanfang

4. Mai 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
Henri Matisse an der Côte d‘Azur

Referent: Dr.. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Wentorf b.H., Hauptstaße 18 d _Angerhof_🗺️

Henri Matisse (1869-1954) hat die längste Zeit seines Lebens an der französischen Mittelmeerküste verbracht. In den dort entstandenen Werken hat der Künstler die Orte, die Vegetation und die Menschen der näheren Umgebung zum Gegenstand seiner Kunst gemacht. Malerei, Zeichnung, Plastik, aber auch die Scherenschnitte jener Jahrzehnte gehören zu den herausragenden Leistungen seines Schaffens. Die am Ende seines Lebens entworfene und ausgestaltete Rosenkranzkapelle in Vence gilt sogar als das bedeutendste Werk des Künstlers.

Der Vortrag folgt den Spuren des Künstlers an der Côte d‘Azur und stellt die dort entstandenen Hauptwerke vor.

9. Mai 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
WIE STEPHEN HAWKING ENTDECKTE, DASS SCHWARZE LÖCHER NICHT SCHWARZ SIND

Referent: Dipl.-Phys. Carsten Busch, Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaft und Technik der Universität Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Zu Beginn der 1970er Jahre stellt der Physiker John Wheeler eine für den Laien unschuldig klingende Frage: Was passiert, wenn man eine heiße Tasse Tee in ein Schwarzes Loch wirft_ Physikalisch birgt dieses auf den ersten Blick harmlose Gedankenexperiment allerdings Sprengstoff, scheint hier doch ein fundamentales Naturgesetz verletzt zu sein. Der israelische Doktorand Jacob Bekenstein dachte intensiv über Wheelers Frage nach und fand dabei eine überraschende Lösung, die den Physiker Stephen Hawking zunächst verärgerte, später jedoch zu einem der größten Triumphe seiner Karriere verhalf. Anfang der 1980er Jahre sponsert dann der umstrittene Persönlichkeitsentwicklungs-Guru Werner Erhard eine Konferenz für eine kleine Physikerelite, bei der ein unerbittlicher „Krieg um das Schwarze Loch“ eröffnet wurde.

23. Mai 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich III
.Professionelle Krieger in der Bronzezeit vor 3300 Jahren_ Zur Interpretation des bronzezeitlichen __Schlachtfeldes__ im Tollensetal, Mecklenburg-Vorpommern.

Referent: Dr. Detlef Jantzen, Landesarchäologe Mecklenburg-Vorpommern

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Vor 25 Jahren wurden im Tal des Flüsschens Tollense die Überreste eines Gewaltkonfliktes entdeckt, der um 1300 v. Chr. stattfand und wahrscheinlich mehrere hundert Opfer forderte. Die Deutung der Ereignisse ist allerdings nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Insbesondere die Rolle der getöteten Personen wirft Fragen auf. Der Vortrag vermittelt einen Überblick zum aktuellen Kenntnisstand.

25. Mai 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
SEMIRAMIS - AUF DEN SPUREN EINER SAGENUMWOBENEN KÖNIGIN

Referent: Dr. Claudia Tanck, Althistorikerin, Lauenburg

Amtsrichterhaus, Körnerstraße 10, Schwarzenbek🗺️

Die Gärten der Semiramis in Babylon wurden im Altertum zu den sieben Weltwundern gezählt. Antike Autoren haben in verschiedenen Versionen die Geschichte der Königin Semiramis überliefert und damit der Weltliteratur eine der faszinierendsten Frauengestalten geschaffen: eine schöne orientalische Königin, die die Männer an Tapferkeit im Krieg übertraf, die die Stadt Babylon gegründet haben soll und die zugleich klug, tapfer, grausam und sinnlich-ausschweifend war. Über Jahrhunderte wurde diese Gestalt der Legende zugerechnet, doch die Ausgrabungen in Mesopotamien seit dem 19. Jahrhundert haben Belege zu Tage gefördert, die die historische Existenz von Semiramis belegen. Hinter dem gräzisierten Namen verbirgt sich eine assyrische Frau namens Sammuramat, die im 9. Jahrhundert v. Chr. nach dem plötzlichen Tod Ihres Ehemanns Schamschi-Adad V. von Assyrien die Regentschaft für Ihren Sohn Adad-Narari bis zu dessen Volljährigkeit die Regentschaft ausübte. Damit machte Sammuramat eine für die Antike ungewöhnliche Karriere: Die in Folge assyrischer Kriegszüge aus Phönizien nach Assyrien gekommene Frau wurde die bislang erste bekannte Frau, die im alten Orient aktiv eine Regentschaft ausübte, ein Umstand der so außergewöhnlich war, dass er die Nachwelt zu schillernden Legenden inspirierte.


Juni Seitenanfang

8. Juni 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
Max Ernst und der Surrealismus in Paris

Referent: Dr.. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Wentorf b.H., Hauptstaße 18 d (Angerhof)🗺️

Die erschütternde Erfahrung des 1. Weltkriegs hat im Werk von Max Ernst (1891-1976) tiefe Spuren hinterlassen. Schönheit oder Harmonie erschienen dem Künstler angesichts der blutigen Schlachtfelder nicht länger als geeignete Eigenschaften von Kunst. Ausgehend von seinem Gemälde „Rendezvous der Freunde“ aus dem Jahr 1922 führt der Vortrag in das Paris der surrealistischen Bewegung, der sich Ernst über längere Zeit zugehörig fühlte; er schildert die Versuche des Künstlers, kreative Prozesse jenseits der kontrollierenden Vernunft zu entwickeln und ungekannte bildnerische Ergebnisse zu erzeugen.

14. Juni 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
„STERNENNACHT! – VINCENT VAN GOGH IN SÜDFRANKREICH

Referent: Ein musikalisch gerahmter Vortrag mit Detlef Stein _Wort_ und Clara Berger _Cello_

Wentorf b.H., Hauptstaße 18 d _Angerhof_🗺️

In der Provence hat Vincent van Gogh _1853-1890_ einige seiner Hauptwerke geschaffen. Sein Quartier, das „Gelbe Haus“ vor den alten Stadtmauern von Arles gelegen, die ländliche Umgebung mit ihren Zugbrücken und Heuwagen, aber auch die Klinik bei Saint-Rémy, in der sich van Gogh auf eigenen Wunsch ein Jahr aufhielt, wurden dem Maler zum Bildgegenstand.
Das gleißende Licht der provencalischen Sonne war für Vincent van Gogh Motiv und Herausforderung zugleich; aber auch der klare Schein von Mond und Sternen. In den Gestirnen sah der Maler nicht allein Lichtquellen, sondern er verstand síe auch als einen Ausdruck von Hoffnung und Sehnsucht, - auch von Todessehnsucht!
Der Vortrag führt in Wort, Bild und Klang in den späten Lebensabschnitt des Malers ein. Die Motivwelt der südfranzösischen Landschaften wird ebenso beleuchtet, wie die Menschen, auf die der Maler dort traf. Briefpassagen, kunstgeschichtliche Erläuterungen und der heutige Blick auf die Schauplätze von damals zeichnen ein atmosphärisches Porträt des Künstlers.
Begleitet wird der Kunsthistoriker Detlef Stein von der Cellistin Clara Berger. Sie studierte in Lübeck, London und Hannover und spielte als Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters. Seitdem war sie im Staatsorchester Braunschweig und Kassel sowie im Beethoven Orchester Bonn tätig. Außerdem spielt sie Kammermusik und hilft regelmäßig im Staatsorchester Hannover und der Kam- merakademie Neus saus.

Dies ist eine Beitrag für die Wentorfer Kulturwoche

20. Juni 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
INKARNATIONEN DES METAVERSE: EIN ÜBERBLICK ÜBER VIRTUAL REALITY IN DER SCIENCE FICTION

Referent: Dr. Lars Schmeink, Europa-Universität Flensburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Mit dem Metaverse in aller Munde, sei es bei den Evangelisten von Facebook und Google, oder den digitalen Beratern der Industrieunternehmen, möchte dieser Vortrag einen Blick auf die Ursprünge des Konzepts und des Begriffs werfen. Bevor Metaverse als Begriff für virtuelle Realitäten galt, gab es das Andere Reich von Vernor Vinge, oder den Cyberspace bei William Gibson, es gab die senkrechten Grids von TRON oder auch die herabregnenden Glyphen der Matrix. Auf welche Art wir uns solche virtuellen Welten vorstellen, welche Aspekte wir ausarbeiten und welchen Einfluss wir ihnen zugestehen in dem sie in Kultur darstellen, erlaubt uns wichtige Positionen durchzuspielen. Welche Inkarnationen das Metaverse durchlaufen hat, kann uns helfen zu bestimmen, wie wir unsere technologische Weiterentwicklung gestalten wollen.


August Seitenanfang

31. August 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
Der "Hamburgische Künstlerclub" von 1897

Referent: Dr. Gabriele Himmelmann

Wentorf b.H., Hauptstaße 18 d _Angerhof_🗺️



Im Jahr 1897 gründeten Ernst Eitner, Julius von Ehren, Paul Kayser und andere den „Hamburgischen Künstlerclub.“ Sie folgten Alfred Lichtwarks Aufruf „Meine Herren, malen Sie hamburgische Landschaften“ – ihre farbintensive impressionistische Freilichtmalerei forderte allerdings zunächst die Kritik konservativer Kreise heraus. Später wurden die Maler des Hamburger Umlandes und der Stadt jedoch zu einer festen Größe im Kunstbetrieb.


September Seitenanfang

5. September 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
DER „LIMES SAXONIAE“ NACH ADAM VON BREMEN

Referent: Dr. Werner Budesheim

Hotel Bellevue, Blumenstraße 29,21481 Lauenburg🗺️

Hotel Bellevue, Blumenstraße 29,21481 Lauenburg
Mehr als 500 Veröffentlichingen hat es in den letzten 200 Jahren zur Ortung des „limes Saxoniae“, der Grenze Sachsens im Osten zu den dort siedelnden Slawen, gegeben, so dass kaum jemand noch einen Überblick darüber haben kann. Die meisten Veröffentlichungen beruhen mehr auf Phantasien denn auf wissenschaftlicher Akribie, und das gilt noch bis heute. Oft wurde derart kontrovers geschrieben, dass es beleidigende Formen annahm. Der Referent möchte in dem Vortrag seine Deutungsversion vorstellen, die auch von anderen nicht unbedingt geteilt wird und werden muss. Da möge sich jeder am Ende seine eigene Meinung bilden.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein, Bezirksgruppe Lauenburg_

26. September 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich IV
EINE VENEZIANERIN PORTRÄTIERT EUROPA: ROSALBA CARRIERA ZUM 350. GEBURTSTAG

Referent: Dr. Stefan Vöhringer, Politologe und Kunsthistoriker, Kiel

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Das eigene Konterfei von Rosalba Carriera in Pastell gebannt – vielen hoch gestellten Persönlichkeiten des Rokoko galt ein Porträt aus den Händen der venezianischen Malerin als Nonplusultra der Selbstdarstellung.
Nicht nur venezianische Künstler wie Canaletto oder Tiepolo wurden im 18. Jahrhundert europaweit verehrt – auch Rosalba Carriera, deren Geburtstag sich 2023 zum 350. Mal jährt, zählte zu den vielbewunderten Kunststars aus der Lagunenstadt.
Der Vortrag erinnert an die einst so hoch geschätzte Künstlerin und bettet ihr Leben und Werk ein in das letzte Jahrhundert der Republica Serenissima, in dem Europa noch einmal mit den Augen Venedigs sehen wollte.


Oktober Seitenanfang

5. Oktober 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
Grimms Märchen - eine Wunderwelt

Referent: Ulrike Budesheim, Germanistin, Reinbek

Wentorf b.H., Hauptstaße 18 d _Angerhof_🗺️

Die Brüder Grimm „schauten dem deutschen Volk aufs Maul“ und notierten getreulich, was die Märchenfrau erzählte. So stellen sich viele die Entstehung der Märchen vor.
So war es aber nicht.
Gelehrte Personen wie Clemens Brentano machten die in der Kasseler Bibliothek forschenden Brüder Grimm auf schon gesammelte Märchen aufmerksam, und die Brüder fanden Interesse das, wie man meinte, urdeutsche Erzählgut zu archivieren und zu edieren. Man hielt Märchentexte für Volkskunst, die der romantischen Vergangenheitssehnsucht entsprach. Die Grimms machten keine Feldforschung, sondern griffen auf bereits schriftlich Fixiertes zurück und ließen sich Märchen meist von gebildeten jungen Frauen erzählen. Viele der Märchen sind auch nicht urdeutsch, sondern eher als europäisch zu katalogisieren. Dass die von den Brüdern edierte Ausgabe ein Welterfolg wurde liegt aber vor allem in der Erzählkunst der Grimms. Es war Wilhelm Grimm, der einen besonderen Erzählstil entwickelte und eine Märchenwunderwelt entstehen ließ. Die Handexemplare der Brüder Grimm mit ihren handschriftlichen Notizen wurden 2005 zum Weltdokumenterbe erklärt.

12. Oktober 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich V
KENIA – LASST UND ENDLICH ALLEIN

Referent: Prof: Dr. Martin Pries, Leuphana Universität Lüneburg

Wentorf b.H., Hauptstaße 18 d _Angerhof_🗺️


Donnerstag, 12. Oktober, 19.30 Uhr FB V

KENIA – LASST UND ENDLICH ALLEIN
Als ich 2021 in der FLA einen Vortrag über Kenia hielt, saß eine Kenianerin im Publikum. Am Ende meiner Ausführungen fragte ich sie, ob ich viel Unsinn geredet hätte – sie verneinte freundlich. Meiner Aussage, man solle Afrika endlich allein lassen, stimmte sie ausdrücklich zu. Viele Länder könnten für ihre Bewohner in kurzer Zeit ähnlich gute Lebensbedingungen erreichen wie in Europa. Warum kennen wir viele Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern, aber keine Kenianer? Hilft Entwicklungshilfe dem Land oder schadet sie?
Seit einer Exkursion 2020 unterstützen wir mit 200 € monatlich bedingungslos eine Schule im Slum von Kibera / Nairobi. Bei dem Besuch 2020 schienen alle Vorurteile, wie Bildung in Entwicklungsländern funktioniert, bestätigt. Weit gefehlt. Die Schule zieht aus Wellblechhütten in neue Gebäude, ihre Leiterin, Mdm. Mary, hat einen Abschluss in Business gemacht, um die Wirtschaftlichkeit zu optimieren. Der Besuch im Frühjahr 2023 brachte Klarheit über die Veränderungen.
Die Thematik „Die Bedeutung von Entwicklungshilfe“ soll im Vortrag aufgegriffen werden, ohne die Schönheit des Landes zu vernachlässigen. Anhand der Reise über Nairobi, den Mount Kenia, dem Tsavo Nationalpark, Mombasa und Entwicklungen an der Küste des indischen Ozeans soll versucht werden, die Frage zu beantworten, ob / wie Entwicklungshilfe in Kenia wirkt.



13. Oktober 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich IV
Eine Venezianerin porträtiert Europa: Rosalba Carriera zum 350. Geburtstag

Referent: Dr. Stefan Vöhringer, Politologe und Kunsthistoriker

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Das eigene Konterfei von Rosalba Carriera in Pastell gebannt – vielen hoch gestellten Persönlichkeiten des Rokoko galt ein Porträt aus den Händen der venezianischen Malerin als Nonplusultra der Selbstdarstellung.
Nicht nur venezianische Künstler wie Canaletto oder Tiepolo wurden im 18. Jahrhundert europaweit verehrt – auch Rosalba Carriera, deren Geburtstag sich 2023 zum 350. Mal jährt, zählte zu den vielbewunderten Kunststars aus der Lagunenstadt.
Der Vortrag erinnert an die einst so hoch geschätzte Künstlerin und bettet ihr Leben und Werk ein in das letzte Jahrhundert der Republica Serenissima, in dem Europa noch ein Mal mit den Augen Venedigs sehen wollte.



November Seitenanfang

7. November 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VII
KUNST ODER KUNSTHANDWERK? DIE BEDEUTUNG DER HOPI-KACHIMAS

Referent: Prof. Dr. Maria Moss, Leuphana Universität Lüneburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Dienstag, 07. November, 19.30 Uhr FB VII


Im Oktober 2022 veranstaltete das MARKK (Museum am Rothenbaum Kunst und Kultur – ehemals Hamburger Völkerkundemuseum) – eine Konferenz zu den Kachinas der Hopi Indianer („Tithu Between Wor(l)ds: Cultural Items as Art or Artifact“ (tithu ist der Hopi-Name für Kachinas). Die Hopi, die zu den südwestlichen Pueblo-Stämmen gehören und in Arizona beheimatet sind, konnten im Gegensatz zu anderen indianischen Kulturen ihre Traditionen weitestgehend erhalten, da der Kontakt zu europäischen Siedlern oder auch der amerikanischen Armee wegen der eher abgeschiedenen Lage relativ spät eintrat.
Der Vortrag wird die verschiedenen Epochen der Kachina Kunst sowie die Bedeutung der Kachinas für das heutige Leben der Hopi beleuchten und auch der Frage nachgehen, die themengebend für die Hamburger Konferenz war: Handelt es sich bei Kachinas um Kunst oder Kunsthandwerk? Und kann man so eine Unterscheidung im Angesicht der kulturellen Bedeutung der Kachinas überhaupt treffen?

15. November 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VI
Wie die Ernährung das Schlafverhalten beeinflusst

Referent: Dipl. Oecotrophologin Renate Frank, Roseburg.

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D🗺️


Ob man am Morgen ausgeruht und erholt aufwacht oder das Gefühl hat, gar nicht zur Ruhe gekommen zu sein, hängt unter anderem davon ab, was am Abend gegessen und getrunken wurde. Da die Ernährung die Hormonbildung im Gehirn beeinflusst, fördern einige Lebensmittel einen unruhigen und kurzen Schlaf, andere sorgen für angenehme und tiefe Schlafphasen.
Wodurch sich verschiedene abendliche Ernährungsweisen unterscheiden und worauf man diesbezüglich vor dem Schlafengehen achten sollte, wird von der Referentin ausführlich erklärt.

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