Abendvorträge 2021

Es werden 22 Termine im Zeitraum vom 25.07.2021 bis 24.07.2022 angezeigt.
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Gehe zu Monat: August September Oktober November Dezember Februar

 

August Seitenanfang

19. August 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
Mainz, Frankfurt, Wiesbaden – die in ihrer Geschichte und Gegenwart völlig konträren Städte im Rhein-Main-Gebiet

Referent: Dr. Werner Budesheim

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Im letzten Jahr hatte der Referent die Städte im Rahmen eines Vortrags über das südliche Hessen schon einmal anreißend vorgestellt. Die Betonung lag damals darauf, wie die Römer überhaupt an den Rhein kamen und diese Städte am Rhein und in der Wetterau begründeten. Die Unterschiedlichkeit in ihrer römischen und poströmischen Geschichte, bis in die Gegenwart soll jetzt besonders herausgestellt werden: Mainz als Bischofsstadt seit der Antike mit einer großen Machtentfaltung bis zum Reichsdeputationshauptschluss _1803_, Frankfurt als Handelsplatz und größte Wirtschaftsmetropole Deutschlands. Wiesbaden, als Römerbad begründet, wurde im 19. Jahrhundert maßgeblich durch Kaiser Wilhelm II. als Nobelbad neu aktiviert.


26. August 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
KINDERDARSTELLUNGEN IN DER MALEREI

Referent: Dr.Gabriele Himmelmann, Kunsthistorikerin, Hamburg

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Das Motiv der Mutter mit Kind hat eine lange Tradition; am Anfang steht die Madonna mit dem Christuskind. Später wird das Motiv mehr und mehr verweltlicht. Der Vortrag spannt den Bogen von der Frühen Neuzeit bis zu Gerhard Richter.


September Seitenanfang

2. September 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
DUNKLE SONNE

Referent: Dipl.-Phys. Carsten Busch, Geschichte der Naturwissenschaften, Universität Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Nach den Atombombenabwürfen über Japan versuchen die Amerikaner, ihre atomaren Sprengköpfe zu optimieren und für die Massenfabrikation tauglich zu machen. Die ersten Nachkriegstests finden 1946 im Pazifik statt (Operation „Crossroads“). Die grausige Schönheit der nuklearen Versuche fasziniert und verstört die Besucher der Wochenschauen, aber auch die Touristen in Las Vegas, die im Bikini (!) am Hotelpool die charakteristischen Atompilze aus der vermeintlich sicheren Entfernung beobachten können. Neben der unbeschreiblichen Naturzerstörung zerstörten die Tests auch menschliche Leben: So wurde eine komplette Filmcrew mitsamt Stars wie John Wayne während der Explosion von „(Dirty) Harry“ verstrahlt.
Nachdem es den Sowjets 1949 gelang, eine eigene Bombe zu zünden, wurde in den USA die Entwicklung der „Super“ forciert, einer Bombe, die die gewaltige Hiroshima-Bombe um den unvorstellbaren Faktor 1000 übertreffen sollte. Die ersten Entwürfe führten in eine Sackgasse – bis dann Edward Teller und Stanislaw Ulam den verhängnisvollen Geistesblitz hatten, wie die Energiequelle der Sonne auf der Erde entfesselt werden kann...

7. September 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
NOBELPREIS FÜR PHYSIK 2020 - SCHWARZE LÖCHER: VON DER SPEKULATION ZUR BEOBACHTUNG

Referent: Prof. Dr. Thomas Schramm HafenCity Universität Hamburg - Studiengang Geodäsie und Geoinformatik

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️


Der Physik-Nobelpreis 2020 wurde zur einen Hälfte an den Mathematiker und theoretischen Physiker Sir Roger Penrose vergeben. Die andere Hälfte teilen sich die amerikanische Astrophysikerin Andrea Ghez und der deutsche Astrophysiker und Leiter des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching Reinhard Genzel.
Während sich Penrose mit den theoretischen Grundlagen der Existenz Schwarzer Löcher überhaupt beschäftigte, beobachteten Ghez und Genzel den wirbelnden Tanz der Sterne im Zentrum der Galaxis und konnten so nachweisen, dass sie ein Schwarzen Loch umkreisen, das 4 Millionen Sonnenmassen in einer Region verbirgt, in das unser Planetensystem bequem hinein passen würde.
In diesem Vortrag sollen nicht nur die bahnbrechenden Forschungsergebnisse vorgestellt und erläutert werden, sondern auch der Lebensleistung insbesondere von Roger Penrose nachgegangen werden. Er hat wichtige Beiträge zur Quantentheorie geliefert, aber auch zur Theorie des Bewusstseins oder der Kachelung mit nichtperiodischen Mustern, um nur einige zu nennen.
Die Geschichte und Physik der Schwarzen Löcher wird später im Vortrag von Carsten Busch am 8. April beleuchtet.

9. September 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
DIE KELTEN – EINE GEHEIMNISVOLLE KULTUR EUROPAS

Referent: Dr. Claudia Tanck, Althistorikerin, Laienburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H🗺️

Kaum ein europäisches Volk weckt so unterschiedliche Assoziationen wie die Kelten. Mutig, tapfer, grausam, wild, mystisch, geheimnisvoll oder kultiviert – alle diese Eigenschaften werden den Kelten je nach eigenem Blickwinkel zugesprochen. Dieser Vortrag widmet einer Völkergruppe, die im Altertum an der Schwelle zu einer Hockkultur stand, bevor sie größtenteils von der griechisch-römischen Zivilisation aufgesogen wurde. Im Mittelpunkt dieses Vortrags steht die Entwicklung der keltischen Kultur in ihren vielfältigen Ausprägungen wie Religion, Gesellschaftsstruktur, Wirtschaft, Kunst und Beziehungen zum Mittelmeerraum. Abschließend wird das überraschende Nachleben der Kelten vorgestellt: In Irland, Schottland und Wales wird das keltische Erbe bis heute gepflegt, aber auch so alltägliche deutsche Begriffe wie Amt und Zaun sind keltischen Ursprungs.

21. September 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
SCHWARZE LÖCHER – EIN VIERDIMENSIONALER TRIP

Referent: Dipl.-Phys. Carsten Busch, Geschichte der Naturwissenschaften, Universität Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Am Ende des 18. Jahrhunderts spekuliert ein weitgehend unbekannter englischer Geistlicher über „Dunkle Sterne“. Mehr als 100 Jahre später stellt ein deutscher Astronom in den Schützengräben des ersten Weltkriegs Berechnungen an, die auf bisher unbekannte Objekte in unserem Universum deuten. In den 1960er Jahren entdeckt man im Sternbild Schwan eine der stärksten Röntgenquellen am Himmel, Zuletzt gelingt es 2019 einem weltweiten Netz von Teleskopen, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Einige der intelligentesten Menschen haben intensiv über sie nachgedacht, von Oppenheimer bis Hawking. Sie sind mit den tiefsten Fragen der Physik und unseres Kosmos verbunden. Jahrzehntelang wurde der Himmel auf allen Frequenzen abgehorcht, zuletzt sogar mit Hilfe von Neutrinos und Gravitationswellen – das Geheimnis bleibt.
Der Vortrag erzählt eine kurze Geschichte der Schwarzen Löcher.

23. September 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich V
SEIDENRAUPENZUCHT IM KARTOFFELLAND

Referent: Dr. rer. nat. Angelika Halama, Historischer Geograph, Buxtehude

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Seidenraupenzucht wird gemeinhin mit China und Ostasien in Verbindung gebracht. Seit es aber gelang, Eier des Seidenspinners nach Europa zu schmuggeln, wurde auch dort Seidenraupenzucht betrieben. Seide war teuer, dadurch wurde sie zum Statussymbol: Bekleidung und Tapeten wurden aus Seide hergestellt. Nicht nur in Frankreich und Italien wurde Seidenraupenzucht betrieben, auch in den deutschen Landen regten die Landesherren durch allerlei Maßnahmen diesen Wirtschaftszweig an, versprach er doch nicht nur Seide, sondern auch höhere Steuereinnahmen. So wurden Maulbeerbäume gepflanzt und Glaubensflüchtlinge aus Frankreich, die Hugenotten, aufgenommen, die sich auf die Seidenverarbeitung verstanden. Die noch erhaltenen Maulbeerbäume in ganz Deutschland, immer mit Kartoffeln verbunden, wie die Bezeichnung mit Kartoffeltyskerne für deutsche Kolonisten in Jütland belegt, sind Zeugen für diesen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgestorbenen Wirtschaftszweig.

28. September 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich IV
Revolutionär der italienischen Malerei: zum 450. Geburtstag Caravaggios

Referent: Dr. Stefan Vöhringer, Politologe und Kunsthistoriker, Kiel

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Sein krasser Verismus, der nicht davor zurückschreckte, Heilige in Lumpen und mit dreckigen Füßen zu zeigen, geniale Bilderfindungen und ein dramatisch spektakulärer Umgang mit Licht und Schatten machten Michelangelo Merisi (1571-1610) aus Caravaggio zu einem Revolutionär der Malerei.
Der Vortrag präsentiert Caravaggios berühmteste Werke und erzählt seine abenteuerliche-exzentrische Lebensgeschichte - von den Anfängen und Triumphen des Künstlers im Rom der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert bis hin zu den dramatischen letzten Jahren in Neapel, auf Malta und Sizilien.


30. September 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich V
WAALE, WÜHRE, WÄSSERWIESEN – WIE KOMMT DAS WASSER DAHIN, WO MAN ES BRAUCHT_

Referent: Dr. Angelika Halama, Geographin, Buxtehude

Hauptstraße 18 d – Angerhof – 21465 Wentorf b. H.🗺️

Menschen, die im Einwirkungsbereich der Gezeiten wohnen, müssen sich Gedanken darüber machen, wie man Wasser fernhält oder ableitet. Im südlichen Bereich der Alpen aber hat man sich schon früh darum gemüht, die niedrigen Niederschlagsmengen durch Wasser von Gletschern und Firnfeldern zu ergänzen, um damit Felder und Wiesen zu bewässern. So entstanden in Südtirol die Waale, im Wallis die Suonen. Im südlichen Schwarzwald sind die Bäche tief eingeschnitten und können daher kaum nutzbar gemacht werden. Hier wurden schon vor Jahrhunderten die Wühre angelegt, um in den Dörfern die Wasserkraft für Mühlen und Sägen, aber auch zum Bewässern zu nutzen. Dass das Bewässern der Wiesen die Erträge steigert, hatte man früh erkannt. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich in Suderburg in der Lüneburger Heide wie auch in Siegburg im Siegerland Wiesenbauschulen, deren Absolventen auch außerhalb Deutschlands Wässerwiesen anlegten. Der Vortrag beschränkt sich auf Beispiele in Europa.


Oktober Seitenanfang

5. Oktober 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
FRIEDRICH WILHELM IV., DER ROMANTIKER AUF DEM THRON UND SEINE KRITIKERIN BETTINA VON ARNIM

Referent: Dr. Kathrin Schmersahl, Historikerin, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Friedrich Wilhelm IV. (1795 - 1861) war ein ausgesprochen kunstsinniger Monarch, politisch aber rückwärtsgewandt, träumte er doch von einer Erneuerung des mittelalterlichen Heiligen Römischen Reiches und einer christlich geprägten Ständeordnung. Auf die in Zeiten der beginnenden Industrialisierung zunehmenden sozialen Verwerfungen hatte er keine Antwort. Anders Bettina von Arnim (1785 - 1859), die erst als Fünfzigjährige ihre – ausgesprochen erfolgreiche - Laufbahn als Schriftstellerin begann: Mutig wagte sie es, den Monarchen auf die sozialen Missstände hinzuweisen und votierte für eine „soziale Monarchie“.

14. Oktober 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich V
KENIA – EIN LAND DER GEGENSÄTZE

Referent: Prof: Dr. Martin Pries, Leuphana Universität Lüneburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

In Kenia ist die Digitalisierung schon weiter fortgeschritten als in Deutschland. Bezahlen mit dem Smartphone ist gelebter Alltag. Kisumu ist der größte städtische Slum in Kenia, mit unvorstellbar schlechten Lebensbedingungen. Noch immer werden in Kenia minderjährige Mädchen trotz Verbot als Bräute verkauft. Im Norden und Süden gibt es ländliche Regionen mit bitterer Armut. In der landwirtschaftlichen Intensivregion um Naivasha werden Rosen u. a. für den deutschen Markt angebaut, inzwischen auch mit dem Fairtrade-Siegel.
Der Vortrag will versuchen, mit einem kritischen Blick den Facettenreichtum des Landes aufzuzeigen. Geschildert werden die Eindrücke, die auf einer Exkursion 2020 gesammelt wurden. Themen waren Entwicklungsprojekte, Nationalparks, Rosenfarmen, Goldminen, große Städte und kleine Dörfer. Gesprochen haben wir mit vielen Kenianern, aber auch mit Ausländern, die in Kenia leben, die das Bild von Kenia als Land der Gegensätze vervollständigten.

20. Oktober 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich III
„CASTELLUM DELBENDE“ BEI NOSTORF_

Referent: Prof: Dr. Frank Nikulka, Archäologisches Institut der Universität Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Prof. Nikulka berichtet über archäologische Forschungen an mittelalterlichen Siedlungsplätzen und Befestigungsanlagen in Südmecklenburg zwischen Boizenburg und Plauer See. Archäologische Methodik, Funde und Befunde werden vorgestellt. Es wird versucht, der Frage nachzugehen, ob es überhaupt möglich ist, schriftlich überlieferte Orte und Ereignisse mit archäologischen Plätzen zu identifizieren. Bei einem dieser Fundplätze könnte es sich um das in den Fränkischen Reichsannalen für 822 genannte "Castellum Delbende" handeln. Funde weisen in das sächsische, heute schleswig-holsteinische Gebiet. Die Forschungen an diesem Fundplatz sind in einem größeren Zusammenhang mit Befestigungen im sächsischen und slawischen Gebiet zu betrachten.

28. Oktober 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich III
ARCHÄOLOGIE UND HANDWERK AN DER BURG LINAU IM KREIS HERZOGTUM LAUENBURG

Referent: Eicke Siegloff, Dipl.-Prähist., Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein Schleswig

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Im Süden und Osten Schleswig-Holsteins ist sie als „Raubritterburg von Linau“ bekannt. Im 14. Jahrhundert überfielen von hier aus die Ritter von Scharpenberg die mit wertvollen Waren beladenen Wagen, die auf der Landstraße von Hamburg nach Lübeck - oder umgekehrt - unterwegs waren, und forderten „Wegezoll“. Auch Händler und andere Reisende waren an der Passage durch das feuchte Niederungsgebiet der Bille-Quelle vor Nachstellungen nicht sicher. In den Annalen steht, dass sich die Scharpenbergs am 23. September 1349 dann doch dem gemeinsamen 2.500 Mann starken Söldnerheer aus Hamburg, Lübeck und Holstein ergeben mussten. Der Wehrturm und die bis zu zwei Meter dicken Außenmauern der Burganlage wurden abgebrochen. Die Turmhügelburg zerfiel, wurde 1980 aber unter Denkmalschutz gestellt.
Der Verein zur Erhaltung der Ruine „Linowe“, das Bundesamt für Kultur und Medien, die Gemeinde Linau und die Aktivregion Nord zapften die Spendentöpfe an. Als die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 2013 fehlende Mittel in Höhe von 100.00 Euro zur Sicherung der Fundamente und für die Errichtung eines Schutzmauerwerks zur Verfügung stellte, kam Bewegung in die Sache. Das Archäologische Landesamt in Schleswig suchte nach Möglichkeiten, die Burganlage aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Der Diplom-Prähistoriker Eicke Siegloff, Abteilungsleiter des Archäologischen Landesamtes für Denkmalschutz, übernahm die Koordination der Ausgrabung.
Die Überraschung war groß, als man in der auf drei Hügelkuppen erbauten Burganlage einen Ziegelbrennofen entdeckte, der noch vor 150 bis 200 Jahren in Betrieb gewesen sein muss.


November Seitenanfang

4. November 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
EDOUARD MANET UND ZACHARIE ASTRUC

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Während Edouard Manet zu den bedeutenden Malern der Kunstgeschichte gerechnet wird, ist sein Künstlerfreund Zacharie Astruc nahezu in Vergessenheit geraten. Astruc war Kunstkritiker, schuf Aquarelle sowie Skulpturen und setzte sich - wie Manet – mit dem Japonismus, der damaligen Spanienmode und den alten Meistern auseinander.
Der Vortrag stellt die Künstlerfreunde im zeit- und kunstgeschichtlichen Kontext vor. Geplant ist eine Exkursion zur Ausstellung „Manet und Astruc. Künstlerfreunde“, die vom 23.10.2021 bis zum 27.2.2022 in der Bremer Kunsthalle gezeigt wird.

7. November 2021 11:00 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
HANS CHRISTIAN ANDERSEN – POET MIT FEDER UND SCHERE

Referent: Dr. Detlef Stein und Clara Berger

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Der Votrag wurde in Übereinstimmung mit Herrn Dr. Stein und Frau Berger auf den 7. Nov. verelegt, und zwar in Verbindung mit der Mitgliederversammlung, weil wir dann einen größeren Teilnehmerkreis erwarten können.

Ein Portrait in Wort, Bild und Musik
Detlef Stein - Wort - und Clara Berger - Cello -

Der Vortrag entführt das Publikum in die märchenhafte und bizarre Welt Hans Christian Andersens. Er erzählt die Geschichte eines Jungen aus ärmsten Verhältnissen, der mit viel Zuversicht und Erlebnisdrang in die Welt hinauszieht - und die Welt erobert! Seine Märchen wie Die chinesische Nachtigall oder Das Mädchen mit den Schwefelhölzern haben bis heute Millionen Menschen über Generationen hinweg berührt.
Ganz unbekannt hingegen blieb der „andere“ Andersen, denn mit seinen überraschenden Scherenschnitten und collagierten Büchern hat er nur seine engsten Freunde und deren Kinder beglückt. Ob exotische Reiseeindrücke oder Märchenfiguren, Galgenmännchen oder phantastische Wesen, eine ganze Welt tut sich in seinen Papierarbeiten auf.
Der Vortrag stellt die verblüffende Lebensgeschichte Andersens, insbesondere aber die unbekannte Seite des Dichters heraus und entwirft im Wechsel von Wort, Bild und Musik ein atmosphärisches Portrait.

9. November 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VII
Karl May und das Indianerbild der Deutschen

Referent: Prof. Dr. Maria Moss, Leuphana-Universität Lüneburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Kein Autor hat das Bild der indigenen Bevölkerung Nordamerkas im deutschsprachigen Raum nachhaltiger geprägt als der Sachse Karl May. So verkörpert seine berühmteste Schöpfung, Winnetou, zwischen Zugspitze und Kap Arkona bis heute das Idealbild des Indianers. In den 1960er Jahren leitete "Der Schatz im Silbersee" die erfolgreichste Filmwelle des deutschen Nachkriegskinos ein. Unter Wissenschaftlern gilt als unbestritten, dass es nicht zuletzt dem Werk Karl Mays geschuldet ist, dass das Interesse an der Literatur, Kultur sowie den tatsächlichen Lebensbedingungen der indigenen Bevölkerung Nordamerikas in unserem Land so groß ist. Zahlreiche Publikationen beschäftigen sich inzwischen ausschließlich mit dem Phänomen der "Germans und Indians".

16. November 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
HEINRICH HEINE – EIN EUROPÄISCHER DICHTER_

Referent: Ulrike Budesheim, Germanistin, Reinbek

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Obgleich heute zu den Großen der deutschen Literatur gehörend, haben seine Werke eine Sonderstellung. So ist er der einzige Dichter, der in Deutschland wie in Frankreich gleichermaßen als ein kanonischer Autor der jeweils eigenen nationalen Literatur angesehen wird. Bereits aus diesem Grunde kann er als einer der ersten europäischen Denker und Intellektuellen gelten. Im Gegensatz zu dieser internationalen Hochschätzung hat es beispielsweise in seiner Geburtsstadt Düsseldorf vor wenigen Jahren eine lang anhaltende erbittert geführte Kontroverse gegeben über die Frage, ob die dortige Universität seinen Namen tragen sollte. Seine Person, sein Werk aber auch seine Nachwirkung machen sichtbar, dass selbst 165 Jahren nach seinem Tod Heine immer noch irritiert. Das Kunstschöne wird ironisiert und so bis in die Gegenwart ein Stimmungswechsel erzeugt, der den Leser provoziert.

17. November 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VI
UMWELTFREUNDLICH SAUBERMACHEN UND WÄSCHEWASCHEN

Referent: Renate Frank, Dipl.-Oecotrophologin, Roseburg

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D🗺️

Die Referentin weist auf die zahlreichen chemischen Substanzen hin, die sich in Reinigungs- und Waschmitteln befinden und die sowohl unsere Gesundheit als auch unsere Umwelt beeinträchtigen. Es wird gezeigt, was jeder Einzelne tun kann, um den eigenen Haushalt zu „entgiften“ und damit dazu beizutragen, die Umwelt zu entlasten und auf diese Weise auch die gesundheitlichen Belastungen durch Chemie im Haushalt zu reduzieren.

in Zusammenarbeit mit den NABU Büchen

18. November 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
ETHIK UND KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Referent: Prof. Dr. Thomas Schramm, HafenCity Universität Hamburg - Studiengang Geodäsie und Geoinformatik

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️


Künstliche Intelligenz wird als die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts stilisiert. Der Wettbewerb der Nationen soll davon abhängen. Milliarden werden aus öffentlicher Hand investiert. Sie soll auf der Basis großer Datenmengen menschliche Entscheidungsfähigkeit nachahmen oder gar übertreffen. In begrenzten Bereichen sind damit große Fortschritte erzielt worden.
Aber wie funktioniert KI eigentlich_ Kann man KI-Entscheidungen immer nachvollziehen_ Muss man das überhaupt_ Wer trägt die Verantwortung für Fehlentscheidungen_ Diese und viele weitere Fragen tun sich nicht nur beim autonomen Fahren auf, sondern sind allgegenwärtig.
Z.B.: Dunkle Gesichter werden auf KI-gestützten Gesichtserkennungssystemen schlechter erkannt als helle, was zu rassistischen Fehlleistungen bei der Interpretation führen kann. Kann man autonome Killer-Drohnen verantworten? Deutet sich eine neue postindustrielle Revolution an, und wie gehen wir mit den freigesetzten Arbeitskräften um? Machen wir uns eventuell zum Sklaven dieser Technologie?
Dieser Vortrag beschäftigt sich kurz mit einer Einführung in diese neuen Technologien und versucht, in der Diskussion über die damit verbundenen großen Fragen mit vielen Beispielen einzusteigen.

23. November 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich III
SIEBEN JAHRE AM BLOCK UND (K)EIN ENDE IN SICHT ... DIE ERFORSCHUNG EINES AUßERGEWÖHNLICHEN PRUNKGRABES DER HALLSTATTZEIT

Referent: Dr. Robert Schumann, Institut für Vor- und Frühgeschichte, Universität Hambug

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️





2010 in Otzing, Landkreis Deggendorf in Niederbayern: Bei Sondierungsarbeiten auf einem künftigen Baugebiet stoßen die Mitarbeiter der zuständigen Kreisarchäologie auf die Überreste eines hallstattzeitlichen Grabhügelfeldes (ca. 1000 bis 800 vor Christi Geburt). Ein Jahr später, im Juli 2011, entdecken die Ausgräber der Archäologischen Staatsammlung auf der zukünftigen Sportfläche des SV Otzing in einem Grabhügel von 18 Meter Durchmesser eine hölzerne Grabkammer in einem außergewöhnlichen Erhaltungszustand. Sie vermuten die Beisetzung eines keltischen Fürsten und alarmieren die Universität München.


Dezember Seitenanfang

9. Dezember 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
DER WELTWISSENSCHAFTLER ALEXANDER VON HUMBOLDT UND SEIN KOSMOS

Referent: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt, Geschichte der Naturwissenschaften, Universität Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Der Vortrag ist wegen einer Terminkollision vom 2. auf den 9 Dez. verlegt.

Die fünf Bände von Humboldts __Kosmos - Entwurf einer physischen Weltbeschreibung__ erschienen 1845 bis 1862, ein eindrucksvolles interdisziplinäres Werk. Geplant war eine Darstellung der Natur von einem uranologischen Teil _der Lehre von den Sternen_, ausgehend von den Sternen und Nebeln, zu einem tellurischen Teil _der Lehre von Gestalt und Leben der Erde_; es beginnt mit __den Sternen, die in den entferntesten Theilen des Weltraumes zwischen Nebelflecken aufglimmen und steigt durch unser Planetensystem bis zur irdischen Pflanzendecke und zu den kleinsten, oft von der Luft getragenen, dem unbewaffneten Auge verborgenen Organismen herab.__
Im Vortrag wird ein Überblick von Humboldts astronomischen Wissen im Kontext der Zeit gegeben. Es sollen aber auch seine umfassenden Erkenntnisse in den Bereichen der Biologie, Chemie, Physik und besonders Geowissenschaften _Geologie, Bergbau, Mineralogie, Vulkanologie, Geographie, Meteorologie, Ozeanographie, Navigation_ einschließlich seiner Messinstrumente für die Expeditionen nach Lateinamerika, USA und Zentralasien thematisiert werden. Schließlich sind Humboldts Bestrebungen bemerkenswert, seine Forschungen einem breiten Publikum populärwissenschaftlich verständlich zu machen, vgl. seine sehr gut besuchten Vorträge in der Singakademie - 1827/28-.


Februar Seitenanfang

3. Februar 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich III
Ertheneburg und/oder Artlenburg_ Burg und Siedlung an der historischen Elbfurt bei Schnakenbek

Referent: Dr. Frank Andraschko, Universität Hamburg

Heinrich-Osterwold-Halle, Elbstraße 145 a, Lauenburg🗺️

Der Heimatforscher Christian Krohn aus Rullstorf und die beiden lizensierten Sondengänger Martin Stein (Glinde) und Udo Westerhold (Krüzen) entdeckten schon 2014 erste archäologische Funde einer hochmittelalterlichen Siedlung im Artlenburger Neubaugebiet am Mühlenweg. Zwei Jahre später hatte Krohn die Erlaubnis, das Geld und einige interessierte Forscher zusammen. Was sie 2016 und 2017 fanden, überraschte selbst die Experten: Hier auf dem Gebiet der Storchenwiese stand spätestens zu Beginn des 11. Jahrhunderts eine große und später untergegangene und überbaute Siedlung. Zutage kamen Tierknochen, Messer, Pfeilspitzen, Metalle, Schmuck, in Lüneburg geprägte Münzen und jede Menge Scherben aus sächsischer und slawischer Zeit. Holzkohlefunde erlaubten eine zeitliche Eingrenzung von 1025 bis 1157.
2018 setzten der Hamburger Archäologe Frank Andraschko und die AGIL Reppenstedt auf einer etwa 350 Quadratmeter großen Fläche die Grabungen fort. Sie wurden mit weiteren Funden aus dem 11. und 12. Jahrhundert überreichlich „beschenkt“. Wie lange der Ort allerdings bestand, muss weiteren Forschungen vorbehalten bleiben. Sicher aber ist, dass diese Siedlung, in der Heinrich der Löwe 1163 für die Stadt Lübeck das „Artlenburger Privileg“ mit schwedischen Kaufleuten aus Gotland aushandelte und somit den Grundstein für die spätere Hanse legte, von größerer Bedeutung war als bisher angenommen.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Lauenburg)

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